UKS-AGENDA-ZI akuell – Ziel 2. Bürokratie – Was kann getan werden?

UKS Redaktionsbeitrag 12/2023

“Jahraus jahrein verlängerte Arbeitslosigkeit eines großen Teiles derer, die bereit sind, Löhne zu verdienen, Monopole, Wirtschaftskrisen, allgemeine Verringerung der Produktivität wirtschaftlicher Bemühungen, wirtschaftlicher Nationalismus und Krieg sind die unausweichlichen Folgen von Staatseinmischungen in die Privatwirtschaft, wie sie von den Unterstützern der dritten Lösung vorgeschlagen werden. All jene Übel, für die die Sozialisten den Kapitalismus verantwortlich machen, sind genau das Ergebnis dieser unglücklichen, angeblich „fortschrittlichen“ Politik. Die katastrophalen Ereignisse, die das Wasser auf den Mühlen der radikalen Sozialisten sind, sind die Folge der Ideen jener, die sagen: „Ich bin nicht gegen Kapitalismus, aber…“ Solche Leute sind im Grunde die Wegbereiter von Verstaatlichung und durchgreifender Bürokratisierung. Ihr Unwissen bringt das Unheil hervor.” (Ludwig von Mises, Die Bürokratie, Kap. 7, Seite 115)

Was kann getan werden?

Dies Frage stellen wir uns im Rahmen unserer Agenda ZI, Ziel 2. Der Auszug aus der Schrift ist von 1944. Titel der amerikanischen Originalausgabe: „Bureaucracy” (Yale University Press, New Haven. 1944).

Vorgedacht ist schon.

Der wirtschaftliche Interventionismus ist eine selbstzerstörerische
Politik. Die einzelnen von ihm angewandten Maßnahmen bringen die gewünschten Ergebnisse nicht zutage. Sie führen zu einem Zustand, der – vom Standpunkt seiner Verteidiger selbst – sehr viel unerwünschter ist als der vorherige Zustand, den sie zu ändern beabsichtigten.

Was ist zu tun?

“Die einfachen Bürger liegen falsch, wenn sie sich beklagen, dass die Bürokraten sich Macht angemaßt hätten; sie selbst und ihre Vertreter haben ihre Oberherrschaft aufgegeben. Ihre Unkenntnis grundlegender Probleme der Nationalökonomie begründete die Vorherrschaft der berufsmäßigen Spezialisten. Alle technischen und juristischen Einzelheiten der Gesetzgebung können und müssen den Fachleuten überlassen werden.” “Aber die Demokratie wird undurchführbar, wenn die herausragenden Bürger, die geistigen Führer der Gemeinschaft, nicht in der Lage sind, sich ihre eigene Meinung über gesellschaftliche, wirtschaftliche und politische Grundsätze der Politik zu bilden. Wenn sich die Bürger unter der geistigen Herrschaft der bürokratisch Gesinnten unter den berufsmäßigen Meinungsbildnern befinden, bricht die Gesellschaft in zwei Kasten auseinander: die herrschenden berufsmäßigen Meinungsbildner, die Brahmanen, und die einfältige Bürgerschaft. Dann entsteht Despotismus, wie immer der Wortlaut von Verfassungen und Gesetzen sein mag.
Demokratie heißt Selbstbestimmung. Wie können Menschen über ihre eigenen Angelegenheiten bestimmen, wenn sie zu gleichgültig sind, um durch eigenes Nachdenken ein unabhängiges Urteil über grundlegende politische und wirtschaftliche Probleme zu gewinnen?

Die Demokratie ist kein Gut, dessen sich Menschen ohne Unannehmlichkeiten erfreuen können. Im Gegenteil ist sie ein Schatz, der täglich aufs Neue durch unentwegte Bemühungen verteidigt und erobert werden
muss.”

UKS – Unternehmerkreis Schwaben
unternehmerkreis.org

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