A.A.F.P. – Alternativer Augsburger Friedenspreis

UKS Redaktionsbeitrag 08/2023

Ein Tag voller Ruhe und Frieden. Nur in Augsburg ist der 08. August alljährlich ein Feiertag. Das “Hohe Friedensfest” hat eine lange Tradition und geht zurück auf die Religionsauseinandersetzungen zwischen Römisch-Katholischen und Protestanten im 17. Jahrhundert.

Auch ein Preis wird verliehen. Bislang waren diese Preisträger dabei:

  • 1985: Hermann Kunst, deutscher Militärbischof
  • 1988: Chiara Lubich, Rom, Gründerin der Fokolarbewegung
  • 1991: Nathan Peter Levinson, Landesrabbiner von Hamburg und Schleswig-Holstein
  • 1994: Richard von Weizsäcker, Altbundespräsident
  • 1997: Alfons Nossol, Erzbischof in Oppeln/Polen
  • 2000: Sumaya Farhat-Naser, Friedensvermittlerin im Westjordanland
  • 2003: Helmut Hartmann, Gründer des Forums Interkulturelles Leben und Lernen (FILL)
  • 2005: Michail Gorbatschow, Friedensnobelpreisträger 1990 und früherer Staatschef der Sowjetunion sowie Christian Führer, Pastor der Leipziger Nikolaikirche
  • 2008: Hassan bin Talal, Prinz von Jordanien und ehemaliger Präsident des Club of Rome
  • 2011: Papst Schenuda III. von Alexandrien, Oberhaupt der Koptischen Kirche
  • 2014: Schwester Dr. Lea Ackermann und die von ihr gegründete Organisation „SOLWODI“ (Solidarity with Woman in Distress)
  • 2017: Pfarrer Dr. Dr. hc. Martin Junge, Generalsekretär des Lutherischen Weltbunde
  • 2020: Heinrich Bedford-Strohm (Landesbischof der Evangelisch-Lutherischen Kirche in Bayern) und Reinhard Marx (Erzbischof der Erzdiözese München und Freising sowie Kardinal der römisch-katholischen Kirche)

Nicht alles was man sich auf die Fahne schreibt, steht gleichzeitig für Frieden.

In diesem Jahr erhielt den Preis nebst Preisgeld die ZDF-Korrespondentin, Katrin Eigendorf. Warum?

Offiziell darum: Persönlichkeiten , die sich um ein tolerantes und friedvolles Miteinander der Kulturen und Religionen verdient gemacht haben, sollen ihn erhalten und dazu 12.500,00 EUR aus dem überschuldeten Stadtsäckel.

Club of Rome?  Das sind doch die  mit den Grenzen des Wachstums und der “Öl-Anxiety”. Daraus erwuchs die Agenda 21-  heute Agenda 2030. Der Nachhaltigkeit Rummel an jedem unserer Standorte wurde uns 1994 von einer jungen Umweltministerin (Angela M.) ins Land geschleppt. Wir haben die Agenda angeschaut und erkennen darin nichts Friedvolles. Es ist der Kriegsbund gegen den Mittelstand, die Industrie, das Privateigentum und die individuelle Mobilität.

Kriegsberichterstatterin, also… Nach Dafürhalten der Jury hat sie sich damit “um ein tolerantes und friedvolles Miteinander der Kulturen und Religionen verdient gemacht.”  Weizsäcker und Gorbi lassen wir uns ja eingehen. Bei den jüngsten Preisträgern erkennen wir keinen Verdienst. Eher erkennen wir Spaltung und Tendenzen. Wir erinnern an Corona, die Klimamission und die kollektive kontinuierliche Parteinahme in den vielen Kriegen von Irak, Libyen, Syrien, Jugoslawien und nun Ukraine. Rührt der Preis aus einer Geschichte seit dem Westfälischen Frieden her, geht es wohl immer noch um übergriffige Glaubensstaaten, Kleinstaaterei und Frieden aus “Teile und Herrsche”.

Katrin Eigendorf

Der Augustus auf seinem Brunnen in der Augsburger Innenstadt hatte auch so eine Ideologie von der Pax Romana. Nur dass die heute teilweise immer noch aus der ewigen Stadt und neuerdings als Pax Americana zum anderen (sehr großen)  aus Washington, dem neuen Rom, kommt. Die Mittel blieben (und bleiben) die Gleichen. Ketzer, Pagani (lat. Landeier) werden den städtischen Rechtgläubigen gegenüber gestellt, missioniert oder gebrochen. Wenn nicht willig, dann mit dem Schwert.

Darüber lässt sich sicher berichten und der Krieg und die kranke Lust (die gekürte Preisträgerin posierte (die neuen Links-/und Grün-Patrioten tun dies gern mal – neuerdings) vor eine 155mm-Haubitze aus der Deutschen Waffenschmiede) darauf in die Wohnzimmer friedlicher Bürger tragen. Die haben aber hier an den Standorten beileibe mehr Sorgen mit der wirtschaftlichen Existenz als Bomben und Granaten zu bestaunen.

Mit dem Zweiten sieht man mehr.…” hieß einmal der Slogan der GEZ finanzierten Anstalt, die sich aus ihrem ursprünglichen Auftrag lange verabschiedet hat – aber immer noch nicht wirtschaften kann.

Wenn einer einen Preis verdient hat, dann ist es kollektiv der Mittelstand an den Sandorten der brav weiterackert und nach dem Slogan lebt “kümmert Euch um Euren Schrott“.
Dann wäre nämlich Frieden und die Produktiven dieses Landes könnten die Wirtschaft und das Wohlergehen weiter stützen und ausbauen – für die nächsten Generationen.

Augsburg preisfrei. Wer zahlt die Zeche?

UKS – Unternehmerkreis Schwaben
unternehmerkreis.org

1 Kommentar
  1. Dieter
    Dieter sagte:

    …sehr bissig geschrieben. Aber wie auch der „Bund der Steuerzahler“ bleibt alles ohne Wirkung. Verpufft in der fetten vibrierenden schwabbelnden Masse aus Mittelstandsbakterien. Eingepfercht in der staatlichen Perrischale. Begrenzt durch Vorgaben. Eingedämmt wenn der Betrachter eine zu große Ausbreitung befürchtet. Oder ungelegene Vermehrung befürchtet wird. Bleiben wir doch am Boden der Petrischale und kämpfen weiter um unser überleben. Schade. Wir sind schon stark. Aber werden wir gebraucht? Grüße Dieter

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