Karls Preis

UKS Redaktionsbeitrag 05/2023

Nicht von irgend einem Karl, sondern von Karl dem Großen gibt’s einen Preis. Ebenjener Preis und auch sein damaliger Verwaltungssitz, Aachen, als Verleihungskulisse sollen wohl an Karl, “den großen Europäer” erinnern, wenn dort alljährlich Preise verliehen werden. Hatte jeder in der Schule. Von Pippin dem Kurzen bis Karl dem Großen war das mal kurz Unterrichtsinhalt. Wer mehr wissen wollte, konnte die Geschichten von einem zeitgenössischen Mönch beiziehen, der nur Gutes von Karl zu erzählen wusste. Karls Preis wurde jüngst wieder vergeben. 2023. Wie jedes Jahr.

Karl d. Große hat mit dem Schwert alle gezwungen am “Europaprojekt” teilzunehmen

Karl war Familienunternehmer. Ein Europäer, der etwas bewegte.

Seine Wurzeln wurden ihm bis in die heutige Ukraine nachgesagt (Sicambrer, zuvor sogar aus Troja). Seit dann einer seiner Vorfahren, sie waren dann schon, es war Völkerwanderung,  bis Südfrankreich um(her)gezogen, vom Papst einsetzbar wurde. Bis zu seiner Amtszeit und Kaiserkrönung (800 nC – natürlich durch den Papst) war da, sagen wir mal, eine enge Verbindung. Wie freute es die Herren in Rom daher, dass da so beherzt durchgegriffen wurde, um in weiten Teilen Europas nicht nur das Christentum, sondern eine geordnete Christliche Verwaltung mit reichlich Einnahmen einzuführen. Ein Wirtschaftsraum. Man hatte auf die richtige Aktie gesetzt.

Friesen, Sachsen und Thüringer, wilde und furchtbare Heiden wie die Dänen, die gerade noch standhalten konnten, wurden mit dem Schwert gezwungen, um an Karls (oder Leos des III., so hieß der krönende Papst) “Europaprojekt” teilzunehmen. In Verden an der Aller ließ er – oder ließ er nicht – unliebsame widerständige Sachsenhäuptlinge enthaupten. Über Zahlen wird gestritten. Doch wird eingeräumt, dass er, mit permanenter Kriegsführung beschäftigt, nicht wirklich zimperlich war.

“Karl war grausam und setzte seine Ziele rigoros durch. –
Deswegen wurde er auch immer wieder von seinen Vertrauten kritisiert.”

Dem Hauptaufständigen, Widukind, schenkte er ein Weißes Pferd – zur Taufe. Freundschaft!

In Bayern wandte Karl, der große Europäer, eine List (Schauprozess) an.

Da haben Despoten bis hin zu Josef Stalin wohl einige Inspiration erhalten. Vielleicht ja ein Verwandter.

Unliebsame widerständige Sachsenhäuptlinge wurden kurzerhand enthauptet.

Nun wissen Historiker, dass die Bayern, Friesen, Sachsen, Dänen und Thüringer damals durchaus mehr für Freiheit und Basisdemokratie, Menschenrechte und Multilateralismus taten als das bei Karl zu finden war. Heute, damals gab es das leider nicht – denn da wurde einfach jeweils völkerrechtswidrig und unsäglich brutal  Angriffskrieg geführt, einfacher gesagt überfallen – stellt die UN die vorbenannten indigenen Bevölkerungsgruppen unter den Schutz einer besonderen Charta. Wir berichteten.

Was sagen uns also die alljährlichen Aachener Feierlichkeiten? Ein Europa, dass an Karl erinnert, erinnert uns bei kritischer Nachschau (auch) an das Blut ganzer Völkerschaften, dass an dem Karolinger und an seinen Kartell-Freunden in Rom klebte. Es erinnert uns an Imperialismus, Sklaverei und Zwangschristianisierung.
Wenn heutzutage amerikanische Südstaatengeneräle nebst Ross und Ständer umgerissen werden, oder hierzulande Straßen umbenannt werden, sog. Cancel Culture, dann platzt der Lack eben auch von Karl und seinen Nachfolgern allmählich und mit solchen Feiern akut ab. Die sicher einigermaßen teuren Feierlichkeiten können eingespart — gecancelt – werden.

Wenn man an erinnerungswürdige Europäer denken mag, gibt es, so meinen wir aufrichtig, sicher bessere als diesen Karl. Nikolaus Kopernikus zum Beispiel. Oder Otto (der mit dem Motor) oder der berühmte Sohn Augsburgs, Rudolf Diesel. Vielleicht verleiht der UKS 2024 in Augsburg den 1. Dieselpreis an einen ehrbaren Unternehmer.

Karls Leistung verfiel sofort nach seinem Tod. Nachhaltig war das nicht. Erinnerungswürdig schon:
Wofür die ganzen Opfer und das Leid der Zwangs-“Europäisierung”? – Nie wieder!

Die Milliardenbeträge von hier für Brüssel lassen uns Mittelständler am Standort wahrlich unermessliche Opfer bringen, für eine Europäisierung, die keine Ewigkeit Bestand haben wird. Die hat wahrhaft einen Preis, und der ist nicht nur symbolisch.

UKS – Unternehmerkreis Schwaben
unternehmerkreis.org

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