Blitzlicht: Am Straßenrand… – Wahlplakate 2023

UKS Redaktionsbeitrag 08/2023

Es ist Wahlkampf. Einen Monat und sieben Tage noch. Am 08. Oktober wird in diesem schönen Bundesland der Bayern gewählt. Notwendiges Übel, oder Ritual? Die Pappkameraden (w/w/d) glotzen von den Laternenmasten. Unschön und kaum notwendig. Die Würfel dürften gefallen sein. – Wenden wir uns dem Ritual einmal zu. Was wollen uns diese Werke sagen?

In der Größe unterscheiden sie sich schon einmal nicht, abgesehen von den Stellwänden der bayrischen “Hauptpartei”… Was macht also den Unterschied? Und was eint die ganze Übung?

  1. Unterschiede
    Klar zu Tage treten bei genauer Betrachtung drei Elemente. Farben. Gesichter. Slogans. Auf letztere wird teilwiese auch verzichtet. Plakate ohne Ansage. Plakate ohne Aussage.
    Betrachten wir doch einmal die Slogans, die Wahlsprüche, wenn es welche gibt: Da gibt es den Slogan Servus Zukunft. Wurde beim Zusammenbruch des Ostblocks in den 90ern das Ende der Geschichte angesagt, scheint nun bei der hektischen Transformation zu einer “nachhaltigen Welt” (wir berichteten) das Ende der Zukunft eingeläutet zu werden. “Servus Zukunft!” soll wohl charmanter und salonfähiger klingen als das “No future!” der Sex-Pistols und der Anarcho- und Punk-Bewegung. Wir halten fest: “Du wirst nichts besitzen und glücklich SEIN.”

    Dann sind da die “Gesichter”. Es scheinen Menschen wie Du und ich… Wenn da nicht tief aus dem Bauch ein Unbehagen aufkommt. Wir Menschen aus dem Mittelstand widmen uns auch beruflich dem Bewerbermanagement. Bewerbungsfotos sind eine wichtige Spur. Und selten hat uns unser Gefühl bei Fotos einmal gründlich getäuscht.
    Eine kleine Partei scheint von Klimamädchen Greta (Thunberg) so begeistert zu sein, dass sie eine scheinbare Doppelgängerin in den Kampf führen will. Bei der Recherche fiel dann auch auf, dass sie wie bei Greta nichts aufzuweisen vermag (Lebens-, Berufserfahrung) wie eben das kultgleich verehrte Klimamädchen.

    Unbehagen kommt auch auf, wenn man einmal darüber nachdenkt, wie all diese “Menschen wie Du und ich” beschlossen haben, “Politiker zu werden”. Seit den 90ern galt “Du kannst alles sein” und das motivierte Menschen, bemerkenswerte Leistungen und Karrieren zu schaffen. Seit den 20ern dieses Jahrhunderts aber geht es nicht mehr um Leistungen, sondern um “reines Sein”. Mann, Frau, Deutscher, ja sogar Fuchs. Du kannst alles sein. Warum nicht Vertreter Deiner Wähler? Halt Stopp, das ist gar nicht gemeint. Eher schon ein “Selfie Objekt” (vor allem die jungen und jüngsten Abgeordnet:Innen fielen in jüngster Zeit mit Selfiesessions auf. Im Bundesaußenministerium gabs sogar ein Tictoc Video, wie in den besten Zeiten Coronas mit tanzendem KKH – BKH? – Personal) nach dem Motto “Schau ich bin jetzt im Landtag!”. Gruselt es da nicht den einen oder anderen? Man denke sich, ein Bewerber schafft das Recruiting und schon am ersten Arbeitstag im Betrieb ist ihm nichts wichtiger als seinen Bürostuhl zu “teilen“.

    Und dann sind da die unterschiedlichen Farben. Nina Hagen sang “Alles so schön bunt hier!” Die Regierungspartei wählt ein blau-grün. Blau natürlich für Bayern! Und grün?
    Die Sozialdemokraten versuchen es noch einmal wie in den 20ern des vergangenen Jahrhunderts mit Schwarz, Weiß und Rot. Sehr beeindruckend, natürlich sind es nicht die Reichsfarben des Bismarckschen Staates oder der radikal-sozialistischen Auswüchse (anarchistische und nationalchauvinistische Varianten) der Weimarer Republik. Oder?

    Am einfachsten haben es die Grünen. Ein Kreis mit einem Symbol hat schon immer gut gewirkt. Bei den Farben haben sie 17 zur Auswahl (wir berichteten). Goethe widmete sich ausgiebig der Farbenlehre. Farben werden nach Goethe

    „bemerkt als flüchtige Wirkung und Gegenwirkung des Auges selbst.“

    und…

    „Diese Farben, welche das Fundament der ganzen Lehre machen … wurden bisher … als Täuschung und Gebrechen betrachtet.“

    und

    „als vorübergehende Wirkung farbloser, durchscheinender, durchsichtiger, undurchsichtiger Körper auf das Licht.“

    Wollte JWG uns etwas sagen?

  2.  Was eint die Übung?
    Jedenfalls die Ressourcenverschwendung. Wie steht es mit dem CO2-Fußabdruck dieser Materialschlacht? Wer räumt das auf? Auf jeden Fall eint alle die Fantasielosigkeit. Seit den 30ern des letzten Jahrhundert und der Entdeckung der Produktions-Mittel für die Massenpropaganda kam diese Übung auf. Was aber besonders zu bemerken ist, und das ist oben schon genannt, ist die Ahnungslosigkeit, die einen aus den Gesichtern anglotzt. Abgesehen von den “Gehaltswünschen”, die alle Kandidaten eint, scheint das der kleinste Gemeinsame Nenner. Vollversorgung auf Kosten anderer.

Wir beobachten in der heißen Phase einmal die Inhalte. – Welche Erfolgsperspektive werden diese Kandidaten haben? Für unsere Standorte? Für unseren Mittelstand? Für unser Land und seine Leute?

Für 71 Milliarden Euro Landesetat? Die Wahl ist schon entschieden!

UKS – Unternehmerkreis Schwaben
unternehmerkreis.org

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