Gäriger Mist

UKS Redaktionsbeitrag 1/2024

Mist ist nährstoffreicher Dünger. Mist sollte vor dem Ausbringen immer einige Zeit ablagern, um Rotteprozesse in Gang zu bringen und mögliche Krankheitskeime unschädlich zu machen. Es bietet sich daher an, Mistdünger im Herbst auf die abgeräumten Beete zu geben, damit er dort bis zum Frühjahr ablagern kann.

Den Herbst haben wir hinter uns. Der Mist liegt aus. Viel Mist. Nun wird es schon wieder heller und das Frühjahr steht an. Mancher Mist landet gerade in Berlin und da fragen wir uns, was wird auf dem Mist wachsen?

Berlin war einmal ein Sumpf. So wie Washington. Zu Napoleons Zeiten klagten die Gestalter der Zukunft an beiden Orten über die Sumpfkreaturen wie Mosquitos und das schwüle und stickige Sumpfklima. Aus beiden Orten wurde ein Moloch und eine Betonwüste. Zu beklagen sind daher eher Wüstenkreaturen als solche aus dem Sumpf. Dennoch bleibt das Bild vom Sumpf in der Erinnerung. Die Kreaturen sind größer geworden und haben sich eingerichtet. Waren es Schwärme von Mosquitos, sind es heute Lobbyisten. Ihre Lebensform bleibt sich aber gleich, sie belästigen den Wirt.

Dieser Tage sind es Landwirte. Forstwirte. Transportwirte. Gastwirte. uvm. – Sie melden sich aus dem Abseits. Da wo die Misthaufen normalerweise qualmen. Aus der Fläche unseres Landes. Weil die Rottenprozesse ihre Lebensgrundlagen vergiften und gesundes Wirtschaften verunmöglichen.

Dabei sind diese Rottenprozesse nicht einmal auf dem eigenen Mist gewachsen. Andere Sumpforte wie Brüssel und Washington laden ihren Mist in Berlin ab. Der wird dann treu in die Fläche verteilt. Zum Beispiel nach München. Oder Augsburg.

Wenn man den Mist genau beschaut, könnte man anderes denken. Man könnte durchaus denken, dass Maut, Verbrennerverbot, Dieselsteuererhöhung von den auf dem Misthaufen thronenden erdacht sind. Sind sie aber nicht. Nicht auf deren Mist gewachsen.
Schaut man in die Geschichte, hat eine junge Umweltministerin (ihr folgten noch mehr Umweltminister, zuletzt wieder weiblich) und später Kanzlerin in der Silage von UN Konferenzen in Rio, Kyoto, Glasgow, Abhu Dabi den Mist gebaut. UN AGENDA 21, UN Agenda 2030, Kyoto Protokoll, Pariser Klimaabkommen sind für die Regierungen auf allen föderalen Ebenen bis in unsere Standorte/Kommunen, sind für die Parteien von Linke/Grüne/Sozialdemokraten über “Freie” Demokraten/Wähler bis in die Union, sind für die Autokonzerne, Lebensmittelketten, Staatslogistiker, sind für die Logistik-, Landwirtschafts-, Handwerksverbände – und zwar ohne Ausnahmen – zur Bauanleitung geworden, jeden Tag neuen Mist zu bauen. Und alljährlich, gerade wieder, ist DAVOS (WWF).

Sucht mal “17 Ziele” oder “Nachhaltigkeitsziele” – egal auf welcher, egal auf wessen Homepage!

Schaut man um die Welt, ist es eben nicht “invented here”. Nicht von Özdemir, oder Habeck, oder Scholz.
Warum wohl klagen mittelständische Bauern, Transporteure, Handwerker in Holland, Australien, Kanada, im amerikanischen Midwest usw. über den selben Mist?

An die Minister, Kanzler und Präsidenten zu jaulen hat also gar keinen Sinn. Darum zeigen sie sich – sind wir doch ehrlich – auch so ungerührt. Allen muss klar sein, dass die ursprünglich in einer FDGO geleiteten repräsentativen Republik verfasste Amtsbegrenzung (zeitlich/Inhaltlich) gar nicht mehr eingehalten wird. Einerseits werden laufend rote Linien überrannt und – ja, andererseits bleiben die Amtsinhaber wie kleine Manager hinter den verfassungsmäßigen Verantwortungslinien weit zurück und vollziehen, was ihnen andere für einen Mist einbrocken. “Scheiße fließt eben nicht bergauf!

Wenn also heute das große Zeichen an den Berliner Sumpf gesetzt wird, dann muss allen klar sein, dass dort niemand fundamental reagiert. Es gibt ja kein Fundament in einem Sumpf. Wenn also alle zurück im heimischen Stall wieder darüber nachdenken, wie der Mist endet, dann muss allen klar sein:

Der Mist endet vor der eigenen Haustür. Dezentral. An den Standorten. Darum ducken sich die “Manager” in den Rathäusern da ja auch weg.

UKS – Unternehmerkreis Schwaben
unternehmerkreis.org

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